Tag Archives: Bucktopia

Michael Schneider

michael schneider

Nach einem gefährlichen Zwischenfall im Magnetawerk II der ostsibirischen Goldküste zerbrach das Schutzschild zur außeräquatorialen Ebene vom zweiten Versuch des Planeten Erde.
Mit verheerenden Folgen.

Nachdem die Menschheit in fünf Qualitätsstufen zerbrach, war es die unterste von ihnen, die die Magnetawerke errichtete um ihre Unabhängigkeit zu erreichen und zu schützen. Da innerhalb von 50 Jahren ein gewaltiger Krieg ausbrach, der den Planeten zu verzehren schien und dessen Bewohner als Nahrung und Werkzeuge missbrauchte, begannen die Magnetawerke als Schutzwelt umgeformt zu werden. Professor Worbat Schneider und Doktor Michael Wellaformanta erschufen eine Methode ein Energiefeld zu erschaffen, in welchem die Bewohner der Magnetawerke in Schutz vor dem Krieg weiter leben konnten.
Bei einem versehentlichen Stromausfall stoppten die Maschinen, das Energiefeld erlosch für kurze Zeit und die Blasmusikaloiden drangen in die Biosphäre der Magnetawerke ein. Diese Wesen waren das Letzte was auf dem offenen Planeten übrig blieb. Verformte und skurrile Gestalten, die Ihren ehemaligen Herrschern treu deren Weisheit posaunten und prunkvoll beschenkt wurden.
Ein fürchterliches Gemetzel begann.

So begaben sich die beiden Wissenschaftler in ihre Dronenkapsel „Michael Schneider XS75zz“.
Mit ihren unbeschreiblich tieffrequenten Wellen, welche aus den doppelt gestanzten Stampfwoofern den Blasmusikaloiden entgegen gedonnert wurden, konnten sie Zeit zur erneuten Energieaufnahme gewinnen und den Angriff zerschlagen.
Indes gelang nun ein Hilferuf vom Orbit BUCKTOPIA in die Zentrale der Wissenschaftler und bat diese um Bass und Drones, gestanzt in einem treibenden Beat um die zentrale Balance des Universums neu zu kalibrieren.

Dreizehn – von [’solid]

Ein gleißender Feuerball schob sich langsam über die Dünen im Osten. Es würde nicht lange dauern, bis die Luft vor Hitze flimmern und eine Orientierung in der Wüste vollkommen unmöglichen machen würde. Zakkory Loyd war auf die Pallisade geklettert, welche die Clansiedlung umgab und suchte angestrengt den Horizont ab. Die vier Erkundungstrupps waren längst überfällig, aber trotz Fernglas konnte er keinerlei Bewegung ausmachen. Besorgt schaute er zum Turm hinüber, auf dem die Banner des „Orden des Geistes“ und des „Orden des Fleisches“ lustlos im Wind baumelten. Aber auch der dort postierte Wächter schüttelte den Kopf, bevor er sich
wieder lässig an den Sandsackwall lehnte, der um einen riesigen Flammenwerfer gestapelt war. Continue reading

Schattenseiten Teil 6 – von H. Geske

Im Nachhinein war Rodge seine Reaktion auf die plötzliche Erkenntnis, von einem Mädchen beschützt worden zu sein, äußerst peinlich. Die junge Frau hatte ihn nicht einmal mit einer spöttischen Antwort bedacht. Sie hatte ihn nur ein paar Sekunden lang mit einem Gesichtsausdruck angesehen, in dem sich Unglaube, Überlegenheit und Mitleid auf eine Weise mischten, das Rodge seinen Blick augenblicklich zu Boden senkte. Continue reading

Schattenseiten Teil 5 – von H. Geske

Nachdem Clara weg war, machte Leopold sich daran, das ganze Haus noch einmal gründlich zu durchsuchen. Einerseits hatte er immer noch keinen regenfesten Mantel gefunden, andererseits hatte die Begegnung mit der jungen Frau ihm klar gemacht, dass ihm noch etwas anderes fehlte. Leopold war auf der Suche nach einer größeren Waffe. Continue reading

Schattenseiten Teil 4 – von H. Geske

Was für ein merkwürdiges Schauspiel. Eben von der Jagd zurückgekehrt hatte der Schatten beobachtet, wie plötzlich ein Mann, etwas älter als das Ziel seiner Beobachtung, aus dem Dickicht gestolpert war, sich mit dem erschrockenen Jungen unterhielt um sich gleich darauf mit ihm ans Feuer zu setzen. Kannten sich die beiden? Continue reading

Auftrag: Unbekannt ! – von Kaiyon Grix

„Ich bin hier falsch ! “ Mein erster Gedanke nachdem ich aus meinem scheinbar umgestürzten Buggy klettere. Ich nehme Haltung an und überprüfe meinen Zustand und meine Vitalfunktionen. „Alles noch da wo es sein sollte, keine Bißspuren von Mutanten, keine Schusswunden von feindlichen Söldnern …..“ fasse ich zusammen. Ein Automatismus, aus dem ich mich zwinge auszubrechen „Wo bin ich ? “. Ich habe keine Ahnung und es gibt hier auch niemanden der meine Frage beantworten könnte, auch wenn ich sie laut gestellt hätte. Auf jeden Fall scheint es ein entlegener Ort des Ödlands zu sein, in dem karge Betonstrukturen nur mit Fundamentresten und ein paar Stahlträgern abwechseln. Vereinzelt stehen noch ein paar Gebäudeteile die von den häufigen Stürmen und dem aufgewirbelten Betonstaub schon markante Abriebspuren aufweisen. Continue reading

Jackson Teil 2 – von V. I. Clockwork

Nach der Störung meines kleinen Schläfchens, hatte es wenig Sinn dieses fort zu setzen. Nicht zuletzt, weil ich noch etwas vorhabe. Der Händler mit dem Esel wird schon lange weg sein. Diese Leute mache nicht oft Pausen. Meist nur, wenn sie sich einmal begegnen oder einen Handelsstützpunkt erreichen. Einen Handelsstützpunkt zu überfallen wäre aber selbst für mich zu übertrieben.
Aber ich musste trotzdem noch etwas für mein täglich Brot tun. Händler gibt es genug! Da wird sich bestimmt noch einer finden, der das eine oder andere bei sich hat. Und wenn nicht, dann habe ich zumindest das Buch. Ein seltenes Artefakt einer längst untergegangenen, sagenumwobenen Welt. Ich habe im übrigen keine Vorstellung, wie die alte Welt untergegangen ist. Ich lebe jetzt und hier und nicht in der Vergangenheit! Continue reading

Schattenseiten Teil 3 – von H. Geske

Langsam stießen Fetzen von Wirklichkeit in sein Bewusstsein vor und vertrieben Stück für Stück Schlaf und Traumreste. Licht drang durch die geschlossenen Augenlider, das Gefühl der Decke, in die er sich eingewickelt hatte, auf der Haut und allmählich auch die Schmerzen, die das Liegen auf dem harten Boden verursachte. Leopold schlug die Augen auf. Es war schon heller Vormittag. Über ihm wölbte sich ein strahlend heller Postkartenhimmel und die Vögel zwitscherten laut, während sie über ihm hin- und herflogen. Als er sich aufrichtete merkte er nicht gleich, dass etwas fehlte. Verschlafen faltete er seine Decke zusammen und wollte sie gerade in den Rucksack stecken, nur dass da nichts mehr zum hineinstecken war. Continue reading

Schattenseiten Teil 1 – von H. Geske

Liebe Mutter, lieber Vater,

es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass ihr dies hier je zu lesen bekommt, aber für den Fall, dass ihr noch am Leben seid und an diesen Ort zurückkehrt schreibe ich euch diese Nachricht. Ich habe nun zwei Wochen lang auf eure Rückkehr aus dem Dorf gewartet, zwei Wochen, obwohl ihr sonst immer nach spätestens drei Tagen wieder da wart. Einmal war ich im Ort und habe die Leute gefragt, aber niemand konnte bestätigen, dass ihr überhaupt da angekommen wärt. Es fällt mir schwer, dies zu schreiben, aber ich muss davon ausgehen, dass euch etwas zugestoßen ist. Continue reading

Bucktopia letztendlich – von E. M. Krüger

War da ein Geräusch?
Ihr ganzer Körper straffte sich, als sie in die Finsternis der Nacht lauschte. Mehrere Sekunden rührte sie sich nicht.
Nein. Sie musste sich geirrt haben. Da war nichts im Dunkel des Waldes. Es gab hier nichts. Niemanden. Außer ihr. Clara seufzte und schaute in den Nachthimel empor. Wenn der Himmel so klar war, waren die Sterne das schönste auf der Welt. Sie liebte die Nacht. Am liebsten wäre sie immer nur nachts gereist. Aber wen man in der Nacht lebte, erreichte man nicht viel. Das wusste sie von anderen. Man war am Tag zu leichte Beute. Und selbst wenn es stimmte, dass man immer auf der Hut sein musste, egal, ob Nacht, ob Tag, so war es doch praktisch, fit zu sein, wenn der Rest der Menschheit seine Tentakel ausstreckte. Einerseits um handeln zu können, um Informationen zu bekommen, etc., andererseits aber wegen des Gesindels. Continue reading