Matthias Jochmann – „Die Nacht kurz vor den Wäldern“

Ein Mann läuft nachts durch den Regen. Man erfährt nicht seinen Namen. Nur, dass er ein Fremder ist. Einer, der nicht hingehörte, wo er lebte. Einer, der versucht, nicht aufzufallen als der, der er ist. Einer, der einen Platz zum Schlafen braucht. Immer wieder verjagt und heimatlos begibt er sich auf die Suche nach einem Zimmer und einem Gesprächspartner. Um zu reden, und um ein Mal still stehen zu können, trotz des Regens, der ihn außer Gefecht setzt. „Die Nacht kurz vor den Wäldern“ öffnet in einer Suada den Blick auf eine verstörende Welt, die hinter dem Alltag lauert. Der abgründige Monolog machte den französischen Autor Bernard-Marie Koltès 1977 beim Festival in Avignon schlagartig berühmt.

Matthias Jochmann_Bild

© Fabian Hammerl

Die Inzenierung läuft seit September 2012 im Repertoire des Thalia Theater in Hamburg und war bereits eingeladen ans Nationaltheater Griechenland.

Koltès, geboren 1948 in Metz, arbeitete als Regisseur und Autor für Theater und Rundfunk und unternahm mehrere Reisen nach Mittel- und Südamerika sowie Afrika. Zwanzig Jahre nach seinem frühen Tod 1989 in Paris ist der französische Dramatiker auf deutschen Bühnen unvermindert präsent.

Der Schauspieler Heiko Raulin, ist seit vielen Jahren freischaffender Schauspieler, so zuletzt am Thalia Theater Hamburg, am Theater am Neumarkt Zürich u.v.m. „Die Nacht kurz vor den Wäldern“ ist die erste Zusammenarbeit zwischen Heiko Raulin und Matthias Jochmann.

Matthias Jochmann studierte in Gießen ‚Angewandte Theaterwissenschaft‘ und zeigte seit 2012 erste Regiearbeiten in Berlin, Hamburg, Jena, Bonn, Gießen und Marburg, sowie mit „4.48 Psychosis“ von Sarah Kane in La Plata/Argentinien.

Team:

Heiko Raulin – Schauspiel

Matthias Jochmann – Regie/Licht

Franziska Autzen – Regieassistenz/Soufflage/Ton

Link:

http://matthias.plataplata.de/projekte/die-nacht-kurz-vor-den-waldern-2012/

Trailer: