Schattenseiten Teil 8 – von H. Geske

Erst als es schon dämmrig wurde sahen sie wieder die ersten Anzeichen von Leben. Zunächst handelte es sich um etwas Moos auf einem Stein und ein paar halbvertrocknete Grasbüschel. Doch schon wenig später fanden sie einen Busch, der Blätter von einem kräftigen Grün trug und schließlich schritten sie wieder über eine saftige Wiese. Als es schließlich so dunkel war, dass Rodge zweimal innerhalb von einer Minute über Steine stolperte, die er nicht gesehen hatte, machten sie halt. Wie immer entzündeten sie ein Feuer und saßen nach einer Mahlzeit aus ihren Vorräten noch eine Weile nebeneinander da. Rodge säuberte sein Sensenschwert und Alija, deren Messer bereits wieder glänzten wie neu, schaute ihm dabei zu. Schließlich ergriff sie das Wort.
„Du hast dich gut geschlagen heute. Zwei von den Biestern gehen auf dein Konto, und außerdem…“ Continue reading

Schattenseiten Teil 7 – von H. Geske

Pünktlich bei Sonnenaufgang wachte Alija auf, streckte sich und wickelte sich aus ihrem Umhang. Rodge fragte sich, wie sie nach den wenigen Stunden Schlaf, die sie gehabt hatte, den ganzen Tag hindurch wandern wollte, aber sie wirkte frisch und ausgeruht, als sie sich zu ihm an die Überreste des Feuers setzte. Als ihr Blick auf das Ergebnis seiner Bemühungen, Sensenblatt und Holzgriff zu einer eindrucksvollen Waffe zu verbinden fiel, konnte sie sich ein Grinsen nicht verkneifen.
„Das sieht ja noch nicht sehr furchterregend aus. Da werden sich die Mutanten vor Lachen kaum halten können. Na gut, das war gelogen, dazu fehlt ihnen der Humor.“ Continue reading

Michael Schneider

michael schneider

Nach einem gefährlichen Zwischenfall im Magnetawerk II der ostsibirischen Goldküste zerbrach das Schutzschild zur außeräquatorialen Ebene vom zweiten Versuch des Planeten Erde.
Mit verheerenden Folgen.

Nachdem die Menschheit in fünf Qualitätsstufen zerbrach, war es die unterste von ihnen, die die Magnetawerke errichtete um ihre Unabhängigkeit zu erreichen und zu schützen. Da innerhalb von 50 Jahren ein gewaltiger Krieg ausbrach, der den Planeten zu verzehren schien und dessen Bewohner als Nahrung und Werkzeuge missbrauchte, begannen die Magnetawerke als Schutzwelt umgeformt zu werden. Professor Worbat Schneider und Doktor Michael Wellaformanta erschufen eine Methode ein Energiefeld zu erschaffen, in welchem die Bewohner der Magnetawerke in Schutz vor dem Krieg weiter leben konnten.
Bei einem versehentlichen Stromausfall stoppten die Maschinen, das Energiefeld erlosch für kurze Zeit und die Blasmusikaloiden drangen in die Biosphäre der Magnetawerke ein. Diese Wesen waren das Letzte was auf dem offenen Planeten übrig blieb. Verformte und skurrile Gestalten, die Ihren ehemaligen Herrschern treu deren Weisheit posaunten und prunkvoll beschenkt wurden.
Ein fürchterliches Gemetzel begann.

So begaben sich die beiden Wissenschaftler in ihre Dronenkapsel „Michael Schneider XS75zz“.
Mit ihren unbeschreiblich tieffrequenten Wellen, welche aus den doppelt gestanzten Stampfwoofern den Blasmusikaloiden entgegen gedonnert wurden, konnten sie Zeit zur erneuten Energieaufnahme gewinnen und den Angriff zerschlagen.
Indes gelang nun ein Hilferuf vom Orbit BUCKTOPIA in die Zentrale der Wissenschaftler und bat diese um Bass und Drones, gestanzt in einem treibenden Beat um die zentrale Balance des Universums neu zu kalibrieren.

Der Sandmann

Im Mittelpunkt seines Angebots „Sandkunstspiel“ steht die Animation der Gäste zur Gestaltung eines eigenen Sandbildes an der Sandsiebar. Dieses Sandförmchen kann man im Ergebnis später Zuhause an die Wand hängen. Aus den Sandgruben um Quedlinburg siebte er die in goldene Abendstimmungen getränkten Sande, mit denen er Eure Bildideen bekleiden wird. Außer den technischen Voraussetzungen gebe ich die Erfahrungen und die Ideen weiter, die mit den Materialien und in der Interaktion bisher gemacht wurden. (Zitat : “ Buddeln für Fortgeschrittene“ )

die Sandsiebar und der Sandmann

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E (E-Gruppe Berlin)

Installation „Schreiraum“

Die Projektionen im Raum sind mit Geräuschtriggern versehen und laden den Zuschauer ein zum KREISCHEN | FIEPEN | BRÜLLEN | HUSTEN | SCHNALZEN | ZISCHEN | PFEIFEN | STAMPFEN | PIEPSEN | KLATSCHEN | STÖHNEN | SUMMEN | KRÄCHZEN | KRACH + TIERGERÄUSCHE MACHEN… Überdies erzeugt die lange Reihe der – von E permanent aktualisierten – Logoübersetzungen großer Brands und Companies (KAPITALISMUSKRITIK! Yeah!) diverseste Reaktionen.

E (E-Gruppe Berlin) Logo

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Weltuntergang – von C. Krüger

Wieder und wieder haben sie darüber geredet. Über den Weltuntergang. So, als wollten sie auch ganz sicher sein und ihn auf keinen Fall verpassen. Zuletzt hatte die Welt keine Wahl mehr. So viele konnte sie nicht im Unrecht lassen. Sie seufzte kurz und ungehört, fügte sich dem allgemeinen Wollen und… ging unter.

Das Dilemma offenbarte sich dir in den allernächsten Minuten. Obwohl du es geahnt hattest, traf es dich zumindest unverhofft. Du gehörtest nicht in ihre Welt und nun? Du warst übrig geblieben. Das verbesserte deine Lage keineswegs, denn einsam warst du ja schon in der untergegangenen Welt, aber es verschlechterte sie auch nicht wesentlich. Du bliebst zwar weiterhin unverstanden, aber es war ja auch niemand mehr da, dem du dich verständlich machen müsstest.

Nun würdest du ganz von vorne anfangen müssen und dir eine neue Welt bauen. Du hältst schon mal Ausschau nach geeignetem Material. Tief in dir drin singt die Hoffnung ein leises Lied. Wer weiss das schon, ob nicht noch andere übrig geblieben waren und ob eure Welten nicht eines Tages aufeinander treffen …

Verfasser: Constanze Krüger